Bild Babysitting als Schülerjob

Schülerjob: Babysitten

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Bild: istockphoto #14382624

Einer der beliebtesten Schüler­jobs ist ohne Zweifel das Baby­sitten. Nicht zuletzt, weil es zu den Tä­tig­kei­ten gehört, die du bereits mit 13 Jahren im privaten Rahmen ausüben darfst – so das Ju­gend­ar­beits­schutz­ge­setz. Dennoch ist der Job nicht zu un­ter­schät­zen, denn als Baby­sitter hast du ein Höchst­maß an Ver­ant­wor­tung – nämlich für einen kleinen Menschen! Und gerade deshalb sollte nicht der Blick auf eine schnelle Ta­schen­geld­auf­bes­se­rung im Vorder­grund stehen, sondern die Eignung für diesen Neben­job.

Aber wer eignet sich als Babysitter?

Zunächst mal muss dir der Umgang mit Säug­lingen bzw. Klein­kindern liegen. (Übrigens: Von Säug­lingen bzw. Babys spricht man im ersten Lebens­jahr, von Klein­kindern im zweiten und dritten Lebens­jahr.) Und das weißt du natürlich nur, wenn du bereits Erfahrung mit jüngeren Ge­schwis­tern sammeln konntest oder auf die Zwerge von Tante, Onkel oder Freunden deiner Eltern aufgepasst hast. Baby­sitten ist nämlich nichts, was man mal eben an 'nem fremden Baby antesten kann. Und die Tatsache, dass du kleine Kinder süß findest, reicht nicht :)

Dir sollte also der Umgang vertraut sein, d.h. wie man ein Baby richtig trägt, aus dem Liegen aufnimmt und wieder hinlegt, wie man wickelt und auch füttert. Dazu gehört dann auch die Zuberei­tung der Nahrung, was z.B. Tempe­ratur, Menge etc. angeht. Du weißt wie man das Baby beschäftigt bzw. wie man mit ihm spielt und auch wie man das Kind beruhigt, wenn es schreit.

Aber auch wer nicht die Möglich­keit hat, im privaten Umfeld den Umgang mit Babys zu lernen, kann sich die Kennt­nisse über eine "Baby­sitter-Ausbil­dung" z.B. beim Deutschen Roten Kreuz oder einer Volks­hoch­schule aneignen. Die Kosten für den Kurs liegen aller­dings bei 20 bis 40 Euro.

Vertrauen ist wichtig

Die Eltern müssen dir zu 100 Prozent vertrauen können – immerhin über­lassen sie dir ihren größten Schatz für mehrere Stunden! Das ist ebenso wichtig wie die "fach­lichen Kennt­nisse". Und Zu­ver­lässig­keit beginnt damit, dass du pünkt­lich zu verab­rede­ten Zeiten erscheinst oder recht­zeitig absagst, wenn dir was dazwischen kommt. Ein schlam­piger Umgang mit verein­barten Termi­nen lässt nämlich schnell darauf schließen, dass du es mit der Auf­sichts­pflicht auch nicht so genau nimmst. Gleicher­maßen ist es wichtig, dass du dich an alle Ab­spra­chen bzgl. des Kindes hältst, was Essens- und Schlafens­zeiten, Beschäf­tigung etc. betrifft.

Babysitter-Job finden

Wenn du in deinem direkten Umfeld (Familie, Freunde deiner Eltern) keine Möglich­keit hast, an einen Baby­sitter-Job zu kommen, probiere es mal mit 'nem Aus­hang bei euch im Treppen­haus und in den Nach­bar­häusern. Vielleicht gibt es ja eine Kinder­krippe in der Nähe, dort wäre dein Aus­hang auch gut platziert. Darüber hinaus kannst du dich auch online kostenlos in eine Baby­sitter-Daten­bank eintragen und dich einfach finden lassen.

Und wenn dich dann tatsächlich jemand kontak­tiert hat und als Baby­sitter beschäf­tigen möchte, geht es darum, beim Bewer­bungs­gespräch einen guten Eindruck zu hinter­lassen!

Nicht nur, dass du pünktlich und ordentlich erscheinst, du solltest dich auch ein wenig auf das Bewer­bungs­gespräch vorbereiten. Überleg' dir schon vorher, was du in dieser oder jener Situ­ation machen würdest, zum Beispiel, wenn das Baby schreit. Solche Fragen könnten nämlich kommen.

Du kannst punkten, wenn du wiederum fragst, ob es eine "Check­liste" für dich gibt, auf der steht, wen du in einem Notfall kontak­tieren kannst (Haus­arzt, Nach­barn etc.) und was wann zu tun ist. Zum Bei­spiel, wann das Kind ins Bett muss, wann zu essen und zu trinken gegeben wird, ob Medi­kamen­te verabreicht werden müssen, was das Lieb­lings­spiel­zeug ist oder wie du es am besten beruhigen kannst. Frage auch, ob du ans Telefon gehen oder die Tür öffnen sollst, wenn es klingelt.

Bedenke halt immer, dass dir die Eltern ihr Kind anver­trauen möchten, du aber zunächst ein fremder Mensch für sie bist und sie dich erst mal kennen­lernen müssen. Daher kommen solche Fragen gut an und zeigen, dass du dir Gedan­ken gemacht hast und wirk­lich an dem Job in­tere­ssiert bist!

Alles Weitere wird sich dann in den ersten Ein­sätzen zeigen, bei denen die Eltern dabei sind, um zu schauen, ob alles klappt und auch, ob das Baby und du gut mit­ein­ander klar­kommen.